Studiengangsaufbau

Studenten, welche im Bachelor einen eher ingenieurwissenschaftlichen Studiengang abgeschlossen haben, belegen im 1. Semester vorrangig (18 CP) Informatik-nahe Module und ergänzen ihre ingenieurwissenschaftliche Ausbildung durch 1 Modul (6 CP). Studenten, welche im Bachelor einen eher Informatik-ausgerichteten Studiengang abgeschlossen haben, belegen im 1. Semester vorrangig (18 CP) ingenieurwissenschaftliche Module und ergänzen ihre Informatik-Ausbildung durch 1 Modul (6 CP). Der Regelstudienplan beschreibt die empfohlene Aufteilung bezüglich der Reihenfolge von Modulen in den Bereichen für die Studiensemester 2 und 3, welche von den Studenten aber frei wählbar ist.

Grundlagen: Je nach vorhergehendem Abschluss (aus dem Ingenieurbereich oder Informatik) werden im 1. Studiensemester Grundlagen des jeweils anderen Bereichs verstärkt ausgebaut (18 CP) und das Wissen des Ursprungsbereichs mit für das Digital Engineering relevanten Inhalten vertieft (6 CP). Diese stellen auch die Grundlage für das Team-Projekt im 2. Studiensemester dar, welches thematisch an die Grundlagen gekoppelt ist und in welchem Studierende praktische Arbeiten im zuvor fachfremden Bereich umsetzen.

Human Factors: Es wird frühzeitig ein Schwerpunkt im Bereich Schlüsselkompetenzen menschliche und psychologische Faktoren in ingenieurwissenschaftlichen Tätigkeiten gelegt. Dies wird durch Angebote aus dem Bereich Arbeitswissenschaft und Arbeitspsychologie umgesetzt.

Interdisziplinäres Team-Projekt: Ziel dieses "kleinen" Projektes ist neben der im Bereich Grundlagen dargestellten Vertiefung im jeweils komplementären Wissenschaftsbereich vor allem der Ausbau von Schlüsselkompetenzen des interdisziplinären Arbeitens an Hand einer abgegrenzten Aufgabenstellung, die von Studenten in einem Team bearbeitet und inhaltlich und organisatorisch von zwei Lehrkräften aus den Bereichen Ingenieurwissenschaften und Informatik gemeinsam betreut wird.

Methoden des Digital Engineering: Ziel dieses Schwerpunkts ist die Vermittlung von fachlichem Wissen zu aktuellen technologischen Entwicklung, wie sie sich aktuell zum Beispiel durch den Einsatz von Techniken wie Virtueller und Erweiterter Realität, integrierte Produktentwicklung usw. ergeben.

Methoden der Informatik: In diesem Bereich soll vor allem methodisches Wissen über die Entwicklung und den Einsatz von aktuellen Informationstechnologien im Ingenieurbereich vermittelt werden.

3. Semester: Hier erfolgt eine Spezialisierung, die sich einerseits in einer fachlichen Spezialisierung der Vorlesungen in bestimmte Anwendungsdomänen (zum Beispiel: Verfahrenstechnik, Logistik, Mechatronik, Energietechnik, Medizintechnik etc.) und andererseits auch in einer Spezialisierung in einer Technologiedomänen (zum Beispiel: Visualisierungstechniken, Interaktion, Interoperabilität, Sicherheit, Zuverlässigkeit etc.) niederschlägt. Parallel dazu werden die Studenten in ein Digital Engineering Projekt eingebunden. Dabei werden Studenten direkt in laufende Forschungsvorhaben integriert, welche von kooperierenden Lehrstühlen und in Zusammenarbeit mit und unter Nutzung der Ressourcen von Partnern der industrienahen Forschung, wie zum Beispiel dem Virtual Development and Training Centre (VDTC), angeboten werden. Neben der fachlichen Vertiefung erfolgt hierbei eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten, zum Beispiel durch die Mitarbeit an wissenschaftlichen Veröffentlichungen bzw. Teilnahme an wissenschaftlichen Veranstaltungen.

Master Thesis: die wissenschaftliche Abschlussarbeit wird vom Studenten zu einem aktuellen Thema des Digital Engineering verfasst. Diese kann im Idealfall an die Forschungsarbeiten im 3. Semester anschließen.